Inline-Skaten: Fun und Fitness für alle
Wenn die Sonnenstrahlen nach draußen locken, ist wieder Training unter freiem Himmel angesagt. Reinschlüpfen, zuschnüren, ab die Post: Inline-Skaten ist kinderleicht, hält fit und macht vor allem viel Spaß.
Verschiedene Studien haben es an den Tag gebracht: Inline-Skaten ist gesund. Beim lockeren Skaten im Freizeittempo bleibt der Milchsäureanteil im Blut im optimalen Bereich, um einen hohen Anteil an Fettkalorien zu verbrennen. In einer halben Stunde Skaten werden etwa 400 Kilokalorien verbraucht, beim Joggen sind es nur 300. Außerdem wird die Muskulatur wirkungsvoll trainiert, auch in Sachen Ausdauer ist Skaten effektiver als Joggen. Obendrein schont die gleitende Bewegung Fuß- und Kniegelenke.
Vor gut einem Jahrzehnt bevölkerten Inline-Skater erstmals die Straßen. Was zunächst wie ein hastiger Trend ohne langen Atem aussah, hat sich längst zu einer attraktiven Fitnessalternative entwickelt. Die zunehmende Verbesserung der Roll-Schuhe hat ihren Teil dazu beigetragen: Dank präziser Fertigung, optimierter Stoßdämpfung und Passform, längerer Haltbarkeit und einfacherer Handhabung haben heutige Modelle kaum etwas mit den bunten Einsteigerschuhen von damals zu tun.
Und so geht’s: Beim Skaten hält man sich leicht in der Hocke. Hände und Unterarme zeigen nach vorn, Nase, Knie und Fußspitze bilden eine Linie, ebenso tun es Po und Ferse. Die Füße müssen fest in den Schuhen sitzen, denn nur so hat man den optimalen Halt.
Bewegt wird sich prinzipiell wie beim Eisschnelllauf: Arme und Beine sind über Kreuz aktiv. Während man auf dem rechten Bein steht, wird der linke Arm gebeugt nach vorn geschwungen. Gleichzeitig schwingt der rechte Arm gestreckt am Körper vorbei nach hinten. Das Gewicht liegt auf dem Gleitbein, das Abstoßbein wird zum Gleitbein heran gezogen und aufgesetzt, das Körpergewicht entsprechend verlagert. Wechselweise werden so Arme und Beine beansprucht.
Beim Gleiten wird der Bremsskate stets etwas nach vorn geschoben und der hintere Skate damit mehr belastet. Das sorgt vor allem bei Bergabfahrten auf unebener Fahrbahn für mehr Stabilität. Wichtig ist es dabei, locker in den Knien zu bleiben. So kann man Unebenheiten besser abfangen. Grundsätzlich gilt: Je größer die Angst, desto mehr geht man in die Knie. So wird der Schwerpunkt nach unten verlagert - und man fällt nicht mehr so tief.
(ecada/Aja Glas)