Ayurveda: Der sanfte Weg

7261.massage_wellness.jpgWellness, Massagen und Meditation - Ayurveda tut einfach gut. Mittlerweile ist klar, dass die jahrtausend alte Wissenschaft aus Indien noch viel mehr kann: Sie ist ein ganzheitliches Heilsystem, dass den Menschen ein Leben lang begleitet.

Ayurveda ist die Kunst, gesund zu leben und sanft zu heilen. Der Name kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “das Wissen vom langen Leben”. Dieses Wissen gilt als eines der ältesten Medizinsysteme der Welt. Es beschäftigt sich jedoch nicht nur mit dem Kurieren von Krankheiten, sondern vor allem mit ihrer Vorbeugung. Ayurveda dient dazu, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Das Konzept von Ayurveda ist eigentlich ganz simpel: Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Nur bei innerer Harmonie und einem Gleichgewicht aller im Körper wohnenden Kräfte ist ein erfülltes und gesundes Leben möglich. Im Umkehrschluss zeigt jede Erkrankung ein Ungleichgewicht an.

Grundlage der Lehre sind drei Konstitutionstypen, die so genannten Doshas: Vata (Bewegung), Pitta (Feuer) und Kapha (Zusammenhalt). Ihnen sind besondere Eigenschaften zugeordnet. Deren Ausprägung bestimmt die Körperfunktionen und die Psyche des Menschen. Sie sind für seine Konstitution verantwortlich, beeinflussen Stärken und Schwächen und Anfälligkeit für Krankheiten. Aber auch Reaktionen auf Ernährung, Arzneien oder klimatische Einflüsse hängen von ihnen ab.

Um gestörte Doshas wieder zu harmonisieren, gibt die Ayurveda-Therapie drei Wege vor: Entgiftung, Regeneration und Ernährung. Dies geschieht mittels Fastenkuren, Ölmassagen, Bädern, Meditation, Farb-, Musik- und Aromatherapien. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Panchakarma-Kur, eine Reinigungs- und Verjüngungskur - die Königsdisziplin des Ayurveda. Über einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen werden innere und äußere Ölanwendungen, darunter Massagen und Einläufe, mit ayurvedischer Küche, Yoga und Meditation kombiniert. Die äußerliche und innerliche Reinigung führt zur ganzheitlichen Harmonisierung, zudem wird neue Energie getankt.

Wer sich anschließend auf eine Ernährungsumstellung nach ayurvedischen Prinzipien einlässt, kann für langfristiges Wohlbefinden sorgen. Das klingt schwieriger als es ist, denn wer sich nach der indischen Lehre ernährt, kann seine Kalorientabelle dem Altpapier übergeben - weder Fettreduktion noch Kalorienzählen sind angesagt. Es wird nicht verboten, sondern empfohlen: Derartige Speisen werden individuell auf Konstitution und Stoffwechsel abgestimmt.

(ecada/Melanie Ulrich)