Männer: Getaktet wie vor 10.000 Jahren
Bei der Fortpflanzung spielt nicht nur die Lust eine Rolle, sondern auch die Temperatur. Und wer mit beiden Händen gleich gut umgehen kann, sollte sich etwas zeitiger mit dem Kinderwunsch auseinandersetzen.
Besser kühl
Wer Nachwuchs plant, sollte im Wagen die Sitzheizung besser aus lassen, da die erhöhte Temperatur der Hoden der Spermienproduktion schaden könnte. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Gießen. Hierzu hatten die Forscher 30 Männer mit Sensoren ausgestattet. Ohne aktive Sitzheizung betrug die durchschnittliche Hoden-Temperatur 36,7 Grad Celsius. Bei angeschalteter Sitzheizung maßen die Wissenschaftler plus 0,6 Grad. Ein solcher Unterschied könne nach Auffassung der Forscher jedoch schon ausreichen, um die Qualität der Spermienproduktion zu beeinflussen. Die ideale Temperatur liegt demnach bei rund zwei Grad unterhalb der Körpertemperatur. In früheren Untersuchungen war zudem festgestellt worden, dass sich lange Autofahrten nachteilig auf die Spermienproduktion auswirken und Vielfahrer später Väter werden.
Beidhänder brauchen mehr Zeit
Was für Vielfahrer gilt, scheint auch für Menschen zu gelten, die mit beiden Händen gleich gut umgehen können: Sie werden später Eltern. Anders als Rechts- oder Linkshänder brauchen Beidhänder länger, bis sich Nachwuchs einstellt. Das stellten Forscher der Aarhus Universität, Dänemark, fest die 9.000 Paare untersuchten, bei denen ein Partner Beidhänder war. Im Vergleich zu Rechts- oder Linkshändern brauchten Beidhänder statistisch etwas länger für das Familienglück. Nach Auffassung der Forscher könnten Hormone hierfür verantwortlich sein.
Ran ans Gerät
Es spielt keine Rolle, ob er eine leicht bekleidete Strandschönheit oder einen nagelneuen Bohrhammer im Visier hat: stets werden dieselben Areale in einem Männerhirn angesprochen. Das ist das Fazit einer Studie von Wissenschaftlern der amerikanischen Princeton University. Während also die Hirnregionen aktiviert werden, die für Gebrauchsobjekte im weitesten Sinn zuständig sind, bleiben die Areale unberührt, die für Einfühlungsvermögen und Verständnis verantwortlich sind. Dass Männer anziehende Frauen auf ihre Funktion als Objekt reduzieren habe seinen Grund in der Evolution, so die Forscher. Ob das weibliche Gehirn nach ähnlichen Schemen verfahre, ist bislang noch nicht geklärt.
(ecada/Anna Strathaus)